Der Amadeus-Chor - wie alles begann...
1970: Der junge Musiklehrer Karl-Friedrich Beringer gründet seinen ersten eigenen Chor, der sich der Interpretation geistlicher Chormusik widmet. Dies soll auch der Name zum Ausdruck bringen: Ama Deus, also „liebe Gott“. Der Amadeus-Chor startet zunächst mit a capella Konzerten, macht sich jedoch schnell auch einen Namen mit präzise und klangvoll interpretierten oratorischen Werken. 1978 wird Karl-Friedrich Beringer zum Leiter des Windsbacher Knabenchores berufen – seine Liebe zum Amadeus-Chor jedoch bleibt bestehen.
1993: Julian Christoph Tölle, ein junger Doktorand aus München, tritt die Nachfolge Beringers an. Unter seiner Leitung wandelt sich der Amadeus-Chor in einen Kammerchor, der seinen Ruf mit der differenzierten Interpretation von a capella Literatur auch über die Grenzen Mittelfrankens hinaus behaupten konnte. Aber auch Werke wie die „Berliner Messe“ von Arvo Pärt oder Francis Poulencs „Gloria“ erweiterten das Repertoire des Amadeus-Chores. Julian Christoph Tölle leitet heute den Nürnberger Hans-Sachs-Chor.
2001: Nicol Matt, der aktuelle künstlerische Leiter des Amadeus-Chores, übernimmt den Dirigentenstab. Matt, der regelmäßig mit zeitgenössischen Komponisten zusammenarbeitet, erschließt dem Ensemble und damit auch seinen Konzertbesuchern Chorliteratur abseits der ausgetretenen Pfade. Unter seiner Leitung spielt der Chor fünf CDs ein. Besonders hervorzuheben ist hier der zweite Platz bei den renommierten CARA Awards 2009 der Contemporary A Capella Society in der Kategorie „Best Classical Song“ für Eric Whitacres „Lux Aurumque“ aus der CD „Amerikanische Chormusik“.
2010: Der Amadeus-Chor Neuendettelsau feiert sein 40-jähriges Bestehen mit der feierlichen Präsentation seiner jüngsten CD-Produktion "Weihnachtliche Chormusik: Unto Us a Child is Born" im Rahmen von Konzerten, einem Festgottesdienst sowie einem Festakt in seiner musikalischen Heimat Neuendettelsau.