Pressestimmen 2004 – 2008

Pressestimmen 2008

Von der Stille zum Licht

Mit einem Lichtkonzert in der Klosterkirche von Plankstetten hat der Amadeus-Chor zahlreiche Zuhörer auf die Weihnachtszeit eingestimmt. (…) Ganz untypisch für ein Konzert geben sich die Sänger mit wenig Beleuchtung zufrieden. (…) Der ganze Kirchenraum erscheint in wechselnden Farben und Mustern. [Lichtkunst von Radient Audiovisual Arts]. (…) Dass der A-capella-Chor in der Interpretation zeitgenössischer Chormusik heimisch ist, zeigt sich auch in dem wunderbar hauchig-leicht gesungenen „God so loved the World“ von Bob Chilcott und dem „O Magnum Mysterium“ von Morten Lauridsen. In dem mitreissend perkussiven „The battle of Jericho“ von Moses G. Hogan fühlt das Ensemble sich sichtlich und hörbar wohl.
(Pressebericht zum Konzert am 06.12.2008 in Plankstetten)


Amadeus-Chor entführt in ferne Länder

Begeisterndes Konzert in der Münchauracher Klosterkirche

Der Gesang der zirka 30 Sänger und Sängerinnen des Amadeus-Chors schien fast körperlich in der Luft zu schweben und nicht verhallen zu wollen. (…)
Der Amadeus-Chor versteht es, die Werke sehr profiliert und individuell zu gestalten. Gloriose, hymnenartige Passagen werden genauso sicher in Form gebracht und fein artikuliert, wie nachdenkliche und melancholische Adagio-Stellen.
Der zweite Teil des Konzertes wurde von englischsprachigen Liedern dominiert. Die Chormitglieder stellten dabei ihre für engagierte Amateure erstaunliche Professionalität unter Beweis. (…)
Mit dem bekannten Spiritual «The Battle of Jericho« gelang dem Amadeus-Chor ein fulminanter Konzert-Abschluss. Man mochte es kaum glauben, dass dieser voluminöse Chor-Klang aus gerade einmal 30 Kehlen kommt. Ein Zuschauer brachte es mit einem schlichten Wort auf den Punkt: «Wahnsinn«. (…)
Der ein oder andere Zuhörer wird wohl auch eine CD mit nach Hause genommen haben, um den Klang dieses ganz besonderen Chores noch möglichst lange in Erinnerung zu behalten.
Jasmin Welker (Nordbayerische Nachrichten, 29.10.2008, Bericht)


Von bewegender innerer Ruhe

(…) Gastspiel des vorzüglichen Amadeus-Chores (…). Sein Markenzeichen: ein Vermögen zur expressiven Introvertiertheit, wie sie sich nicht alle Tage findet. (…)
(…) Das Ensemble (hat sich) in fast vierzigjähriger Tradition zu einem Spezialisten für A-cappella-Literatur entwickelt.
Beim Konzert mit Werken skandinavischer und amerikanischer Meister zelebrierte der Chor unter Führung von Nicol Matt die hohe Schule der Interpretation von Musik, die in sich ruht, emotional aber enorm bewegt.
Raffinierte Klangarchitekturen durchspannen die Sätze in weiten Bögen, entwickeln bei Samuel Barbers „Agnus Dei“ gar eine phänomenale orchestrale Breite (…). Manche Werke wirkten, als durchhellten sie die vergeistigte Aura gregorianischen Stils mit zarter harmonischer Farbigkeit. (…)
Zeilen Rainer Maria Rilkes zählen zu den Textvorlagen der „Nocturnes“ Morten Lauridsens, deren flüsternde Klangpoesie der Amadeus-Chor profund erschloss. Nur selten wie in Aaron Coplands „Motetten“ umwehte ein Hauch von Orlando di Lasso die sinntiefen Vokalsätze aus dem 20. Jahrhundert, unter denen auch die Komposition eines Chormitglieds auffällt: „The Rose“ von Uwe Ungerer (geb. 1969) verbindet tonsetzerische Finesse mit einem eingehenden Duktus.
(Fränkischer Anzeiger Rothenburg 27.10.2008) 


Klänge zwischen Himmel und Erde

Bericht des Bayerischen Rundfunks zum 17. Deutschen Chorfestival in Kassel (6.-8. Juni 2008) mit Hörbeispiel von Moses Hogan, The Battle of Jericho.
Ursula Böhmer (BR 4 Klassik, 09.06.2008)


Pressestimmen 2007

Geburtstagsständchen der höheren Art

[] „Ich singe dir mit Herz und Mund“, eine Komposition von Johann Crüger nahm der Amadeus-Chor wörtlich. Gleich mit dem ersten Ton fesselte er die Zuhörer und ließ die Töne, ob schlicht harmonisch oder aufwühlend dramatisch zum homogenen Chorklang verschmelzen. [] Nicol Matt, der den Chor seit 2001 leitet, hat in seiner Arbeit mit den Sängerinnen und Sänger eine kontinuierliche Qualitätssteigerung erzielt. Zu einer wahren Herausforderung wurde Johannes Brahms Motette op. 74 Nr. 1 „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen“. Mit viel Hingabe und einem ehrlichen Bemühen um die bachischen-barocken Besonderheiten dieser „Warum“-Motette fühte Nicol Matt seinen Chor zur Höchstleistung. Der akkurate klangliche Verschmelzungstrad und die chromatischen, quälend, betrübt klingenden Tonverschiebungen gaben dem Gesang eine geradezu überirdische Kraft. Man konnte hören, wie sich der fragile Spannungsbogen bis zum Abschluss der Motette hinzog, um in dem Wunsche nach Tod und Erlösung zu kulminieren.
(Marion Etienne, Fränkische Landzeitung, 13.03.2007)


Pressestimmen 2006

Eine wunderbar geheimnisvolle Reise.

Preisgekrönter Amadeus-Chor bot in der Basilika der Benediktinerabtei eine glänzende Leistung

[] Leicht und leise begann das Programm mit einem gregorianisch inspirierten Stück „Ubi caritas et amor“ von dem französischen Komponisten Maurice Durufle. Der meditative Gesang wirkte homogen im Klang und war perfekt intoniert. [] Für das Kyrie für zwei gemischte Chöre aus Cantus Missae von Joseph Gabriel Rheinberger teilte sich das Ensemble auf. Der faszinierende Kontrapunkt, transportiert mit einer romantischen Harmonie, zeigte, dass sich das Laienensemble selbst bei den anspruchsvollsten Werken der Kirchenmusik wohl fühlte. [].
(Jennifer Schröder-Johnson, Donaukurier, 05.12.2006)


»Musik aus dem Norden«

[…] Das Ensemble zeichnete sich durch einen homogenen chorischen Gesamtklang aus. Neben Moteten von Felix Mendelssohn und Johannes Brahms standen vor allem Werke von nordischen Komponisten wie Edvard Grieg, Trond Kverno, Knut Nysted, Wilhelm Stenhammar und Morten Lauridsen auf dem Programm.
(Die Kitzinger Zeitung, 17.10.2006)


Optimismus zur Totenklage.

Nürnberger Philharmoniker präsentieren Mozart-Sinfonien und Requiem

NÜRNBERG […] Der Dirigent verpflichtete für diese Interpretation versierte, ja höchst kompetente Chöre: Den Amadeus-Chor und den Kammerchor der Uni Erlangen-Nürnberg sowie weitere Vokalkräfte. Die von Nicol Matt und Julian Tölle einstudierten Chöre durchstrahlten mit Intensität und betörender Sopranglut durchwirkter Vollkommenheit diese Liturgie.
Bruno Neumann (DER NEUE TAG; Sulzbach-Rosenberger, Amberger Zeitung (Netzausgabe), 13.10.2006 | Netzcode: 10932698)


Totenklage als Wutanfall gegen das Sterben.

Alles Mozart! Christof Prick und Philharmoniker: Jupiter-Sinfonie / Requiem

NÜRNBERG [] Anders als üblich. Prick dirigierte das populäre Werk nicht wie eine abgeklärte Totenklage sondern schälte das wütende Aufbäumen gegen das Sterben, das sich allmählich zu gelassener Überhöhungs-Erkenntnis durchringt, aus der Fleckerl-partitur. Das hat was. In der konkreten Umsetzugn bedeutete es vor allem für den ausgezeichneten Chor (ein schlagkräftiges Kollektiv aus Amadeus-Chor und den Kammerchören der Unis Erlangen-Nürnberg [] ) ständige Bewährung im Grenzbereich. Prick fordert und fördert Attacke. Er treibt die wandlungsfähigen Stimmen damit oft zu bellendem Einsatz, der den Begriff „Stoßgebet“ in neuem Licht erscheinen lässt. Das schafft Freiraum für ausschwingende Kontraste [].
(Dieter Stoll, AZ, 02.10.2006)


Scandinavian Choir Music

Nur wenige Kompositionen wie die Motette „Ave Maris Stella“ von Trond Kverno oder „Hvad est du dog skjön“ von Edvard Grieg dürften hier bekannt sein. Bestechend genau intoniert und engagiert umgesetzt fühlt sich der Amadeus-Chor in die nordischen Chorklänge ein: Drei Motetten von Knut Nystedt oder der „Morgensang“ von Niels V. Gade gehören hier zu den akustischen Perlen. (…) Umso anspruchsvoller ist die Umsetzung eines deutschen Chores. Diese CD dürfte dafür sorgen, dass der Amadeus Chor auch außerhalb seiner bayerischen Heimat mehr gehört wird.
(Rhein-Main-Presse, April 2006)


Pressestimmen 2005

Dem glänzenden Ruf gerecht geworden.

Fromme Einfalt mit angemessener Schlichtheit eingefangen –
Kein Flackern trübt die Harmonie

MÜNCHSTEINACH [] Der Amadeus-Chor [] zeichnet sich durch einen besonders homogenen Gesamtklang aus: Glatte Sopranflächen harmonieren mit warmem Alt und solidem Männerfundament. [] Dem Chor gelang es, die fromme Einfalt von Orlandos Passionsmotette „In monte olivetti“ mit der angemessenen Schlichtheit einzufangen: Die Tragik des Inhalts wird durch langsame Tempi und klare Melodieführung eindrucksvoll schwermütig moduliert, sanft gleiten Übergänge ineinander, kein Flackern trübt die Harmonie. Was hier galt, kommt auch bei Palestrinas „Missa brevis“ zum Tragen, die besonders durch unverwackelte Sopraneinsätze in höheren Lagen imponiert.«
Heike Auer (Fränkische Landzeitung, 20.09.2005)


Pressestimmen 2004

(…) Mit den 26 deutschen Volksliedern der vierten CD betraute Nicol Matt seinen „zweiten Chor“ aus Neuendettelsau in Mittelfranken, den Amadeus-Chor, in dem auch (…) ehemalige Windsbacher Sängerknaben eine neue Heimat fanden. Die großartige sängerische Leistung dieses mit 45 Mitgliedern – gegenüber den 24 Chamber-Choir-Mitgliedern – stärker besetzten Chors zeigt sich in der Akkuratesse und Homogenität, mit der die oft ganz schlichten Lieder – „Wach auf meins Herzens Schöne“ wurde zum
heute noch gern gesungenen Schlager – herzergreifend und fern aller Schwülstigkeit dargeboten werden.
nmz, Mai 2004


Der Amadeus-Chor hat erstmals zwei geistliche Jugendwerke von Mendelssohn Bartholdy auf CD gebannt. Seit zweieinhalb Jahren leitet Nicol Matt nun den Amadeus-Chor und hat in dieser Zeit eine beachtliche Entwicklung mit dem von Karl-Friedrich Beringer gegründeten (…) Kollektiv bewirkt. (…) Der Amadeus-Chor weiß seine Stärken in diesen Raritäten unter Leitung des 33-jährigen Matt voll zu entfalten: Deklamatorische Finesse, eine große dynamische Genauig- und Farbigkeit, aber auch ein hohes Maß an
Frische zeichnet die Interpretation aus. (…) Mit diesen Referenzaufnahmen erteilt der Amadeus-Chor den Stücken nicht nur eine Ehrenrettung, sondern empfiehlt sie nachhaltig der Konzertpraxis.
Nürnberger Nachrichten, Februar 2004


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